Mensch gegen Maschine – diesmal: 0.5:5.5

Zum ersten mal wurde dieser Wettkampf 1997 zwischen Gary Kasparov und IBMs extra dafür entwickelten Schachcomputer DeepBlue ausgetragen. Sechs Partien später war Kasparov knapp mit 3.5:2.5 geschlagen, und IBM zerlegte den Superrechner in seine Einzelteile.

2003 kam es zu einer Neuauflage. Diesmal trat Gary gegen einen deutlich schwächeren Gegner an: DeepJunior aus dem Hause Chessbase mußte sich auf einem Rechner mit 8 Xeon-CPUs beweisen. Aber schiere Rechenleistung (DeepBlue war ca. 100mal schneller als DeepJunior) ist beim Schach nicht alles, und so stand es nach sechs Partien 3:3.

In London wurde nun in den letzten Tagen erneut verbissten gekämpft. Die Kontrahenten: Michael Adams, Nummer 1 in England und Nummer 7 der Weltrangliste, trat gegen Monstercluster (64 Rechner mit je einem 3-GHz-Xeon, 8 GB RAM und einer speziellen FPGA-Karte) fegte Adams mit 5.5:0.5 vom Brett. Nur in einer Partie konnte Adams ein Remis erreichen, ansonsten hatte er weder mit Schwarz noch mit Weiss den Hauch einer Chance. Die Partien gibts zum Nachspielen auf hydrachess.com.

Bei Chessbase finden sich auch ein (derzeit) zweiteiliges Interview mit dem deutschen Großmeister Christopher Lutz, der im Team von Hydrachess für das Eröffnungsbuch zuständig ist (Teil 1, Teil 2).

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