Solaris Homeserver: Stromverbrauch

Mein kleiner Homeserver tut seit dem letzten Upgrade brav und unauffällig seine Dienste. Die Abstürze sind dank des Mainboardwechsels Geschichte, und auch Solaris Express 11 läuft tadellos. Zeit, ein Gefühl für den Stromverbrauch zu bekommen!

Dazu habe ich mir bei Reichelt ein Energiekostenmessgerät bestellt (ProfiTec KD 302). Dieses Modell ist mit 9,95 EUR preiswert und einem Test der c’t zufolge (Ausgabe 24/08) misst es relativ genau – auf jeden Fall eine deutlich bessere Wahl als die übliche Kaffeeröster-, Baumarkt- oder Discounter-Ware.

Die Messung selbst ist unkompliziert und schnell durchgeführt: Ohne Last braucht mein Homeserver ca. 74 Watt. Das ist etwas mehr als erwartet, gerechnet habe ich mit etwa 60 Watt. Angesichts der verbauten Hardware und der zur Verfügung stehenden Leistung ist der Wert aber dennoch ganz zufriedenstellend.

Um Solaris als potentiellen Übeltäter auszuschliessen habe ich auch mal probehalber eine Ubuntu 11.04 LiveCD gebootet. Damit lag der Stromverbrauch bei ca. 85 Watt (Gnome Desktop, idle). Die Sorge war also unbegründet, Solaris macht hier augenscheinlich einen guten Job.

Zum Vergleich: Ein HP Proliant MicroServer (ein wirklich feines Teil!) kommt mit 4 3,5”-Platten auf ca. 41-47 Watt im Leerlauf. Darin werkelt ein stromsparender und relativ langsamer AMD Athlon II Neo N36L Dual-Core mit 1,3 GHz. Die CPU-Leistung liegt nur wenig über einem Atom D525, der Stromverbrauch aber auch auf ähnlich niedrigem Niveau.

Optimierungspotential sehe ich bei meinem Homeserver eigentlich nur noch beim Netzteil. Aktuell verwende ein be quiet! Dark Power Pro mit 530 Watt Leistung, das ich noch rumliegen hatte. Dieses Netzteil ist natürlich total überdimensioniert und wird i.d.R. nicht mehr als 15-20% belastet. Dementsprechend schlecht ist der Wirkungsgrad, schätzungsweise lassen sich mit einem besser dimensionierten Netzteil nochmal ~10 Watt sparen.