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Neues Netzteil, neues Glück – Desktop-Edition

2011 scheint das Jahr der defekten Netzteile zu sein. Nachdem Mitte des Jahres das Netzteil meines Homeservers den Dienst quittiert hatte, war nun mein Desktop dran.

Die Diagnose gestaltete sich allerdings nicht so eindeutig. Zuerst ist der Rechner spontan neu gestartet, als ich ein Video abspielen wollte. Danach ist er beim Booten entweder hängengeblieben oder von alleine neugestartet, sobald Ubuntu in den Grafikmodus geschaltet hat (sowohl beim Start des installierten Systems als auch beim Test mit einer Installations-Version vom USB-Stick). Ein Speichertest lief 3 Stunden lang problemlos durch und fand keinen Fehler. RAM konnte ich also ausschliessen, CPU wahrscheinlich auch, blieben noch Mainboard und Netzteil.

Passenden Ersatz hatte ich nicht rumliegen, ich musste mich also entscheiden ob ich lediglich kompatible Ersatz-Hardware bestelle oder gleich ein aktuelles Mainboard, was wiederum Folgekosten nach sich zieht (DDR3-RAM statt DDR2, andere CPU). Letztendlich habe ich mich für die „grosse“ Variante entschieden und folgende Komponenten geordert:

Das Netzteil kam zuerst an. Erfreulicherweise hat sein Austausch der Kiste wieder Leben eingehaucht, es funktioniert alles wieder so wie vorher. Nun muss ich mir nur noch überlegen, ob ich die restliche Hardware auch einbaue oder sie einfach wieder zurückschicke…

iPhone 4S mit iOS 5 im Speed Reading Benchmark

So, nachdem ich mein neues iPhone 4S seit einigen Tagen in den Händen halte, wird’s Zeit für den Speed Reading Benchmark. Vor kurzem hatte ich ja schon das Ergebnis des iPhone 4 gepostet. Wie erwartet schlägt sich das 4S ein gutes Stück besser:

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Das iPhone 4S nutzt iOS 5 und kommt auf satte 60 FPS. Dabei scheint das Ergebnis durch die Refreshrate (vsync) limitiert zu sein. Die durchschnittliche Zeit pro Frame („Average Draw Duration“) liegt nur bei 9 ms, eigentlich sollten somit gut 110 FPS drin sein. Zum Vergleich: Das iPhone 4 brauchte 25 ms und kam auf dazu passende 40 FPS.

iPhone 4, iOS 5 GM & Speed Reading Benchmark

Zufällig bin ich in einem Forum auf den HTML5-Benchmark von Microsoft gestoßen. Dieser wird gerne genutzt, um die Performance von Windows Phone 7.5 (Mango) zu unterstreichen.

TheNextWeb hat vor einigen Monaten Mango gegen eine Betaversion von iOS 5 gebenchmarkt, dabei kam das iPhone 4 auf 32 FPS, WP7 dagegen auf 25-45 FPS.

Nun hab‘ ich das mal eben bei mir mit der GM-Version ausprobiert. Hier das Ergebnis:

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Satte 40 FPS! Offenbar hat Apple da noch fleißig optimiert.

Bin schon gespannt wie sich das iPhone 4S schlägt. Mehr dazu nächste Woche 😉

Kleiner PubSubHubbub-Test

So, nachdem ich gestern bei meinem Blog das Pushpress-Plugin aktiviert habe und der GoogleBot sich eben dafür registriert hat, muss ich mal ausprobieren ob das wirklich funktioniert.

Falls ja sollte dieses Posting innerhalb kurzer Zeit im Google-Index und auch im Reader auftauchen. Wir werden sehn… 🙂

PubSubHubbub ist übrigens eine Google-Erfindung, damit können Blogs in Echtzeit Bescheid geben, wenn es Neuigkeiten gibt. Normalerweise schaut periodisch (alle 15 Minuten) ein Bot vorbei, nur um dann festzustellen, dass es nichts neues gibt.

Update [09:23]: Weniger als eine Minute nach Veröffentlichung hat’s in meinem Google Reader „bling“ gemacht und das Posting ist erschienen. Sehr schön! Im Google Index ist die Seite noch nicht aufgetaucht.

Update [09:24]: Auch Updates wie das grade eben werden direkt angezeigt.

Parallels ist ein schlechter Verlierer

Vor einigen Wochen gab es die Möglichkeit, kostenlos an einen Lizenzschlüssel für Parallels Desktop 7 for Mac zu gelangen. Man musste sich dafür nur auf einem Trainingsportal anmelden und ein paar Fragen richtig beantworten. Als Belohnung erhielt man im Anschluss daran eine Mail mit einem persönlichen Schlüssel. Das Portal war ganz offensichtlich zum Training der eigenen Vertriebsmitarbeiter und nicht für die breite Masse bestimmt. Über diverse Schnäppchenportale hat dies aber dennoch schnell die Runde gemacht. Parallels hat kurz darauf reagiert und den Zugang abgeschaltet, die Keys wurden aber nicht zurückgezogen.

Bis heute. Soeben erreichte mich folgende E-Mail mit dem vielsagenden Thema „Unauthorized Access to Retail Training Portal for Parallels Desktop 7 for Mac“:

Unauthorized Access to Retail Training Portal for Parallels Desktop 7 for Mac

Unauthorized Access to Retail Training Portal for Parallels Desktop 7 for Mac

Darin kündigt man an, den zu Unrecht erhaltenen Key zu deaktivieren, bietet aber gnädigerweise 40% auf die Vollversion der Software an, wenn man selbige bis zum 15. Oktober erwirbt.

Schade Parallels. Ich hätte gedacht, ihr würdet etwas mehr Größe zeigen und das sportlich sehen. Die Lizenzen könntet ihr als Marketingausgaben abschreiben und von der positiven Mundpropaganda profitieren, die euch diese unfreiwillige Aktion sicher eingebracht hat. Stattdessen geht ihr auf Konfrontationskurs und verärgert die Nutzer. Warum? Weil ihr’s könnt? Wegen der Aussicht, eine handvoll User zum Kauf der Vollversion motivieren und so noch ein paar EUR einstreichen zu können?

Die Rechnung geht meiner Meinung nach nicht auf, aber vielleicht irre ich mich ja. Ich für meinen Teil werde den Gutschein nicht einlösen und stattdessen wieder VirtualBox nutzen. Oder ich schaue mir VMware Fusion 4 mal aus der Nähe an.

SPAM als gefälschte Facebook-Benachrichtigung

Nun gibts Spammails auch schon (leidlich schlecht) getarnt als Facebook-Benachrichtigungen. Wenn Google+ irgendwann die gleiche Ehre zuteil wird ist es für Facebook an der Zeit sich Sorgen zu machen.

Es erreichte mich eine Mail mit dem Thema „Ekaterina Mueller hat dein Foto kommentiert.“ Schaut auf den ersten Blick wie eine der üblichen E-Mail-Benachrichtigungen von Facebook aus. Aber: Ich verwende grundsätzlich individuelle Mailadressen für jede Webseite bei der ich mich anmelde und kann daher ganz gut nachvollziehen, ob eine bestimmte Mail „echt“ ist oder ob meine Daten weitergegeben bzw. gestohlen wurden. Diese Mail kam nicht auf der dafür vorgesehenen Adresse an, kann daher also garnicht echt sein.

Ein klein wenig mehr Mühe hätten sich die Spammer aber schon geben können. Das nächste Indiz ist der Empfänger; hier wird offensichtlich, dass dies keine echte Facebook-Mail ist (nein, ich bin nicht Emil Biedermann ;)).

Der Absender der Mail lautet „Facebook“ <mail@fbmail.com> – ok, das ist schonmal nicht ganz schlecht.

Der TinyURL-Link (hier bewusst nicht anklickbar) zeigt auf http://online-ladyz-sex.tk/?hfpxxyrx. Das Foto der jungen Dame wird von nachbarn.de eingebunden, vermutlich weiss sie garnichts von ihrem Glück.

Eine Autopsie der Mail-Header erspare ich mir, eingeliefert wurde die Mail von einem Dialup-Account von nuvox.net.

Fazit: Ganz normaler SPAM. Ab in die Tonne damit.

iOS-App für WordPress

Die gibt’s auch – und sie tut genau das was man erwartet 🙂 Das hier ist ein erster Test mit einem Foto, genauer gesagt einem Screenshot der App.

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WordPress ist in Sachen mobiles Bloggen erfreulich gut aufgestellt, neben iOS gibt es Apps für Android, Windows Phone 7, BlackBerry und Symbian. Die Apps unterstützen bei wordpress.com gehostete Blogs ebenso wie eigene Installationen.

Welcome back – WordPress hat mich wieder

Tumblr, es war schön bei dir. Aber du bist wirklich ziemlich unzuverlässig. Die Erreichbarkeit läßt zu wünschen übrig, Paketverluste und temporäre Nicht-Verfügbarkeit nerven einfach. Ja, es kostet nichts – aber dennoch sollte der Dienst mehr als nichts taugen. Eine nette Oberfläche allein genügt (mir) nicht.

Also hab‘ ich die aktuelle WordPress-Version installiert, die Inhalte aus meiner alten Installation migriert und auch die ganzen Inhalte von Tumblr hier rübergeholt. Alle alten Links sollten weiterhin funktionieren, entsprechende Umleitungen habe ich manuell eingerichtet.

Hier habe ich direkten Einfluss auf die Verfügbarkeit. Und, was mir noch ein Stück weit wichtiger erscheint: Die Inhalte liegen auf meinem Server, ich kann damit tun und lassen was ich will und bin nicht auf den guten Willen Dritter angewiesen. Gleiches gilt für die Kommentarfunktion, auch diese liegen nun wieder direkt bei mir und nicht bei (noch einem anderen) Dritten.

P2V: Windows XP in eine VirtualBox-VM konvertieren

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, den neuen Laptop meines Bruders einzurichten. Bisher war er Windows-Nutzer, nun möchte er sich aber ein wenig mit Linux beschäftigen, drum sollte auf den Laptop Ubuntu installiert werden. Kein Problem, die aktuelle Version 11.04 war in weniger als einer halben Stunde installiert und funktionierte auch out-of-the-box perfekt. Aber dann ging der Spass mit dem alten Rechner los…

Besagter Alt-PC läuft unter Windows XP. Um den Umstieg zu erleichtern, wollte ich daraus eine virtuelle Maschine machen und diese auf den Laptop bringen. Als Virtualisierungssoftware verwende ich das kostenlose Oracle VirtualBox. Mit Linux-Gästen habe ich eine solche “physical to virtual”-Migration (P2V) schon mehrfach gemacht; Windows XP reagiert aber etwas zickig auf eine veränderte Hardwareumgebung.

Den ersten Anlauf habe ich mit partimage unternommen:

  • SystemRescueCD vom USB-Stick booten
  • Mit partimage eine Kopie der Festplatte auf einen externen Datenträger erzeugen
  • Die virtuelle Maschine mit SystemRescueCD booten
  • Das Image dann wieder mit partimage innerhalb der virtuellen Maschine zurückspielen

Das alles hat über 4 Stunden gedauert, mit ernüchterndem Ergebnis: Es funktioniert nicht. Anscheinend ist der ntfs-Support von partimage nicht ohne Grund als experimentell gekennzeichnet.

Dann bin ich eher zufällig auf das kostenlose disk2vhd von Microsoft gestossen. Damit kann man einen PC im laufenden Betrieb in ein Image für Microsoft Virtual PC konvertieren. Das Hostsystem wird dabei nicht modifiziert, im Image wird aber auf Wunsch die Boot-Konfiguration für die virtuelle Maschine angepasst (sehr zu empfehlen). Ausserdem wird nur der tatsächlich belegten Teile der Festplatte kopiert, in diesem Fall waren das 35 von 80 GB.

VirtualBox kann mit dem .VHD-Image umgehen, es muss nicht nochmals konvertiert werden. Und siehe da, der so virtualisierte PC funktionierte auf Anhieb in VirtualBox. Zeitaufwand insgesamt: Weniger als 90 Minuten.

Es galt nur noch ein kleines Problem zu lösen: Aufgrund der veränderten Hardware wollte Windows neu aktiviert werden. Unter Windows 7 läßt sich dies mit “slmgr -rearm” bis zu 4 Mal aufschieben (insgesamt 120 Tage). Windows XP bietet eine ähnliche Möglichkeit, es funktioniert aber ein klein wenig anders:

  • Im abgesicherten Modus booten
  • Als Administrator anmelden
  • Start -> Ausführen -> “rundll32.exe syssetup,SetupOobeBnk”
  • Neustarten, fertig

Nun erzwingt Windows erst wieder in 30 Tagen die Aktivierung, genug Zeit um die Original-CD zu finden.

Der restliche Kleinkram (Netzlaufwerk zum Datenaustausch einrichten, Drucker in der VM bekannt machen, etc.) war schnell erledigt. Der virtualisierte PC läuft nun auf dem Linux-Host, netterweise deutlich schneller als zuvor. Operation erfolgreich 🙂

Das hier war nur eine Methode, es gibt noch ein paar Alternativen. So bietet VMware z.B. den vCenter Converter an (kostenloser Download nach Registrierung). Dieser bereitet das Gastsystem auf die Virtualisierung vor und erstellt anschliessend eine Image-Datei davon. Diese würde auch unter VirtualBox funktionieren. Auch Parallels hat Software im Programm, die bei der P2V-Migration hilft, beispielsweise als Teil der Parallels Desktop 7 Switch to Mac Edition. Diese ist allerdings weder kostenlos noch VirtualBox-kompatibel und daher zumindest für mich uninteressant.

Neues Netzteil, neues Glück – und reduzierter Stromverbrauch

Bei meinem Homeserver hat sich das Netzteil Anfang der Woche mit einem Kurzschluss verabschiedet – natürlich kurz nach Ablauf der Garantie *grmpf*

Also musste schleunigst Ersatz her, die ganzen Clients möchten schliesslich ihr Backup irgendwo ablegen. Auch wenn das abgerauchte Netzteil vom gleichen Hersteller stammt, fiel meine Wahl – mangels bezahlbarer Alternativen mit vergleichbarer Leistung und Energieeffizienz – erneut auf ein Modell von be quiet: Das Pure Power 300W.

Cyberport lieferte innerhalb eines Werktags, heute kam das Ersatzteil an. Also flugs eingebaut, eingeschaltet – und siehe da, der Rest der Hardware blieb unversehrt, die Maschine bootet tadellos.

Nun noch kurz zum Stromverbrauch. Das neue Netzteil hat etwas geringere Leistung als das etwas über 3 Jahre alte Modell (300W vs. 350W). Auf die Leistungsaufnahme wirken sich beide Faktoren positiv aus: Das Energiekostenmessgerät zeigt im Idle-Zustand nun nur noch ca. 65W an (vorher waren’s deutlich über 70W).