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MacBook Air 11″ als Desktop-Ersatz

Aufgrund der kleinen Unpässlichkeit meines Desktop-PCs hatte ich die Gelegenheit, meinen MacBook Air als Desktop-Ersatz auszuprobieren.

Bisher war das Gerät überwiegend als mobiler Begleiter im Einsatz und wurde selten mehrere Stunden am Stück genutzt. Das ist in erster Linie dem kleinen Display geschuldet. So praktisch dies aus Sicht der Mobilität sein mag, längeres Arbeiten ist unangenehm für den Nacken, da man den Kopf permanent nach unten neigen muss. Ein Mini-DisplayPort-auf-DVI-Adapterkabel (auf eBay für <10 EUR incl. Versand zu haben) löst das Problem, damit fand mein 24″-LCD Anschluss. Das MacBook habe ich davor positioniert und seine Tastatur und Touchpad normal benutzt.

Was mir dabei gut gefallen hat:

  • Der Monitor wurde direkt erkannt und korrekt angesteuert.
  • Die Flexibilität von MacOS X bei der Anordnung der Bildschime. Ich habe sie übereinander angeordnet, den 24″-LCD oben und das MacBook mittig darunter.
  • Die Menüleiste lässt sich von einem Bildschirm auf den anderen verschieben.
  • Das Touchpad läßt sich sehr gut bedienen. Ich bin eigentlich kein Freund davon und bevorzuge an Notebooks einen IBM-Trackpoint (den kleinen roten Knubbel, gibt’s teilweise auch bei HP). Aber das Mac-Touchpad ist prima, nicht zuletzt wegen den vielen Gesten. Zwei-Finger-Scrollen, zwischen den Desktops wechseln, etc. – wirklich angenehm!

Weniger schön fand ich:

  • Das interne Display läßt sich nicht abschalten, man kann nur die Helligkeit reduzieren und es somit schlafen schicken. Das OS denkt aber immer noch, ihm stünden zwei Bildschirme zur Verfügung.
  • Damit einher geht das zweite Problem: Das Dock befindet sich bei mir am unteren Bildschirmrand. Bedingt durch die Display-Anordnung wird dieser auf dem internen Bildschirm abgebildet, welchen ich aber gerne ausschalten würde. Das Dock kann ich nur an einem der Ränder platzieren, darum habe ich es erst Mal links hingetan. Ich könnte auch nochmal die Anordnung überdenken und das MacBook über den 24″ schieben. Damit wäre der externe Monitor „unten“ und ich könnte das Dock auch dort lassen. Allerdings entspräche dies nicht mehr der physikalischen Anordnung, was bei der tatsächlichen Nutzung beider Displays nachteilig wäre. Hm… Ich bin noch unentschlossen, für den Moment bleibt’s erst Mal so.

Ich bin noch neu in der Mac-Welt und habe mit dem ein oder anderen Keyboard-Shortcut, der Tastenbelegung und generell mit OS X zu kämpfen. Aber ich lerne ja gerne. Das eigentliche Arbeiten an dem Gerät war unproblematisch, die Performance war wirklich gut, all das was ich erledigen wollte hat funktioniert. Insgesamt war’s eine positive Erfahrung.

Dennoch war ich froh, nach einigen Tagen meinen gewohnten Ubuntu-Desktop wieder vor mir zu haben. Home sweet home kann ich da nur sagen 🙂